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Warum sind Kontoauszüge passwortgeschützt?
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Banken verschlüsseln Auszugs-PDFs mit einem Passwort aus deinen Daten, damit der Inhalt unlesbar bleibt, falls die E-Mail bei der falschen Person landet.
Banken schützen per E-Mail verschickte Auszüge mit einem Passwort, weil sich E-Mails leicht falsch zustellen, weiterleiten oder knacken lassen. Das PDF ist verschlüsselt, und das Passwort besteht aus Angaben, die nur du und die Bank kennen sollten. Wer die Datei in die Hände bekommt, kann also weder deine Buchungen noch deinen Kontostand oder deine Kontonummer lesen.
Was das Passwort tatsächlich bewirkt
Ein PDF-Öffnen-Passwort verschlüsselt den Inhalt des Dokuments. Ohne das Passwort sieht ein PDF-Reader verschlüsselte Daten, keinen versteckten Text. Das ist etwas anderes als ein „Berechtigungs“-Passwort, das Drucken oder Kopieren nur in Readern einschränkt, die es beachten (Adobe: Password security overview). Kontoauszüge nutzen ein Öffnen-Passwort, weil der Inhalt privat bleiben soll.
Banken beschreiben es ähnlich. Standard Chartered UAE sagt zum Beispiel, seine eStatements seien „mit einem eindeutigen Passwort verschlüsselt“ (Standard Chartered UAE).
Wovor es schützt
- Falsche E-Mail-Adresse. Ein Tippfehler bei der Registrierung der Adresse oder eine alte Adresse, die jetzt jemand anderem gehört, könnte deinen Auszug an einen Fremden schicken.
- Gemeinsame oder gehackte Postfächer. Familienmitglieder an einem gemeinsamen Gerät oder ein Angreifer, der in dein E-Mail-Konto eindringt, können den Anhang ohne das Passwort nicht lesen.
- Weiterleiten und Aufbewahren. Auszüge landen in Download-Ordnern, Cloud-Backups und Chat-Apps. Die Verschlüsselung reist mit der Datei.
- Betrug. Ein Auszug zeigt deine Kontonummer, Adresse, deinen Kontostand und deine Ausgabenmuster, brauchbares Material für Betrug und Identitätsdiebstahl.
Warum das Passwort aus deinen eigenen Daten besteht
Banken können kein zufälliges Passwort in derselben E-Mail mitschicken, denn jeder, der die E-Mail liest, würde es sehen. Die meisten Banken nutzen deshalb ein Format, meist eine Kombination aus deinem Namen, Geburtsdatum, deiner Handynummer, Kunden-ID oder Kontonummer. Du kannst es ableiten, ein Fremder meist nicht, und die Bank muss kein Geheimnis verschicken. Das Format selbst steht normalerweise in der Auszugs-E-Mail oder auf der Website der Bank.
Der Nachteil: Diese Angaben sind nicht wirklich geheim. Jemand aus deinem Umfeld kennt vielleicht deinen Geburtstag und deine Telefonnummer. Sieh das Passwort als Schutz gegen beiläufiges Mitlesen, nicht als Tresor.
Ist es gesetzlich vorgeschrieben?
Das hängt vom Land ab, und die Regeln sagen selten „nutze ein PDF-Passwort“. In Indien sagt das Cyber Security Framework in Banks der Reserve Bank of India (2. Juni 2016) den Banken, dass sie für die Daten verantwortlich sind, die sie halten, und deren Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit wahren sollen, und fügt hinzu: „Die Vertraulichkeit solcher verwahrten Informationen darf in keiner Situation beeinträchtigt werden“ (RBI-Rundschreiben). Das Rundschreiben erwähnt weder E-Mail-Auszüge noch PDF-Passwörter ausdrücklich. Passwortgeschützte E-Statements sind eine gängige Art, wie Banken diese allgemeinere Pflicht erfüllen. Eine RBI-Vorschrift, die PDF-Passwörter für Auszüge verlangt, haben wir nicht gefunden.
Anderswo verlangen Datenschutzgesetze allgemein, dass Organisationen personenbezogene Daten schützen. Auszüge zu verschlüsseln ist ein gängiger Weg dazu, die genaue Methode überlassen die Gesetze meist der Bank.
Was das für dich bedeutet
- Teile das Passwort nicht in derselben Nachricht wie das PDF.
- Wenn du das Passwort der Bequemlichkeit halber entfernst, bewahre die entsperrte Kopie an einem privaten Ort auf.
- Bewahre das Passwort selbst sicher auf, nicht in einer normalen Notiz.
- Wenn eine „Auszugs“-E-Mail dich auffordert, einen Link anzuklicken und deinen Online-Banking-Login einzugeben, um sie zu öffnen, behandle sie als möglichen Phishing-Versuch. Echte Auszüge fragen nur nach dem PDF-Passwort.
Ist es lästig, das Passwort jeden Monat neu zu tippen, kannst du eine entsperrte Kopie mit der Vorschau am Mac oder mit UnKey auf iPhone, iPad oder Mac sichern (offline, nichts wird hochgeladen). Tu das nur auf einem Gerät, das nur du benutzt.
Fragen
Warum schickt mir meine Bank das Passwort nicht einfach per E-Mail?
Jeder, der die E-Mail lesen kann, bekäme auch das Passwort. Ein Format aus deinen Daten vermeidet es, das Geheimnis überhaupt zu versenden.
Verlangt die RBI passwortgeschützte Auszüge?
Das Cyber-Security-Framework der RBI von 2016 verpflichtet Banken, die Vertraulichkeit von Kundendaten zu schützen. Eine Vorschrift, die ausdrücklich PDF-Passwörter verlangt, haben wir nicht gefunden. Auszüge zu verschlüsseln ist ein gängiger Weg der Banken, das zu erfüllen.
Ist ein passwortgeschützter Auszug völlig sicher?
Er schützt gut vor einer falsch zugestellten oder weitergeleiteten E-Mail. Weil das Passwort persönliche Daten nutzt, könnte jemand, der dich gut kennt, es erraten.
Warum öffnen sich Auszüge aus der Bank-App manchmal ohne Passwort?
Du bist in der App schon angemeldet, daher verzichten manche Banken bei Downloads in der App auf das PDF-Passwort. Die Praxis unterscheidet sich je nach Bank.
Quellen
- Reserve Bank of India – Cyber Security Framework in Banks (2 June 2016)
- Standard Chartered UAE – Online eStatements
- Adobe – Password security overview in Acrobat
Formate können sich ändern. Wenn ein Passwort nicht funktioniert, prüfe die E-Mail, mit der das Dokument kam, oder wende dich an den Herausgeber. UnKey steht in keiner Verbindung zu den hier genannten Banken, Arbeitgebern oder Behörden.
Aus dem Englischen übersetzt. Bei Abweichungen gilt die englische Seite.